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Pisciadu-Klettersteig
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Via Ferrata Brigata Tridentina/Exnerturm (2495m)
Nachdem uns eine Schlechtwetterfront am 25.6.2007 die geplante Besteigung der Zugspitze über den Höllentalsteig zunichte machte,stiegen wir von der Höllentalangerhütte ab und fuhren über Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und den Brenner,ins Grödner Tal nach Südtirol. In den Dolomiten versprach das Wetter tagsüber grösstenteils sonnig zu bleiben.Die Wetterstörung sollte hier nur gegen Abend und Nachts etwas Schauer und Gewitter bringen.
Wir fuhren die Pass-Strasse übers Grödner Joch (hier oben thront wie eine Felsenburg der gewaltige Sella-Stock)und auf der anderen Seite Richtung Corvara hinunter.
Wir suchten uns dann in Kolfuschg eine Bleibe ür die kommende Nacht.
Hier beschlossen wir,nach einer früheren Begehung des Pisciadu-Klettersteiges ( Carola&Gerry 2002) nochmals mit Oliver und Ute diesen prickelnden Steig mit einer anspruchsvollen Route und als letzte Attraktion einer Hängebrücke die ausgesetzt über einen tiefen Felsspalt führt,die den Exnerturm im oberen Bereich von dem Masores-Plateau trennt,zu gehen.
Wir wollten dann in der schönen Pisciadu Hütte (2586m) übernachten und eine kurzfristige Verbesserung der Wetterlage abwarten um anschliessend die geplante Besteigung des Großglockner (3798m) in Österreich durchführen zu können.
Auch der am folgenden Tag geplante Abstieg durchs Canon-artige Val Setus ist kein langweiliger Hatscher sondern ein teilweise mit Stahlseilen gesicherter Steig der durchaus Freude und etwas "Nervenkitzel" bringt.Diese Abstiegsroute war bei der Begehung im Juni 2002 noch tief verschneit gewesen und für mich und besonders für Carola damals eine grosse Herausforderung mit Seil und Pickel da die Sicherungsseile noch unter Schnee lagen. Somit würden wir diesmal wengistens die felsige Variante des Val Setus kennenlernen.
Am frühen Morgen des 26.6.2007 fuhren wir die Pass-Strasse zum Grödner Joch wieder aufwärts und parkten nach einer Kehre der Strasse auf 1956m,unterhalb des Grödner Jochs auf dem Parkplatz einer Kiesgrube,was gleichzeitig den Beginn der Führe zum Klettersteig markiert.
Auf dem ersten Klettersteig-mässig abgesicherten Vorsprung wärmten wir uns auf und querten dann den Pfad der bis zum Exnerturm leitet. Die Klettersteigpassagen die dann zur Hängebrücke kurz unterhalb des Gipfels des Exnerturmes führen waren für Carola und mich der reinste Genuss. Auch Ute und Oliver machte die schöne Kletterei und die ausgesetzten Querungen und Passagen, so wie der ständige Tiefblick über Felsen,Bäume und Wiesen, bis hinunter nach Kolfuschg wo wir gestern noch genächtigt hatten,grosse Freude.
Nach dem Tiefblick von der Hängebrücke und dem Ankommen auf dem Plateau kurz vor der Pisciadu-Hütte rasteten wir.Ute und Carola fütterten die neugierig ankommenden Alpendohlen. Wir querten dann zur Pisciadu-Hütte oder italienisch Rifugio Franco Cavazza und tranken einen guten Kaffee und genossen den Ausblick auf Pisciadu Spitze und das gleich hinter der Hütte liegenden Pisciadu-Seelein.Wir quartierten uns in der Hütte ein,bekamen ein großes Lager nur für uns vier und aßen bei dem sehr netten Hüttenwirt zu Abend. Während wir noch beim Bier zusammen saßen ,blitzte und donnerte es draussen ein wenig und auf einmal rieselte leise der Schnee. In der warmen Hütte erfreuten wir uns am Schneefall. Am Morgen genossen wir nochmals das bisschen weiss (bis auf ca 2300m),während uns der Nebel ab und zu ins bereits wieder sonnige Tal blicken lies. Wir frühstückten nochmal gut und stiegen dann genussvoll duchs Val Setus ab zum Parklplatz und fuhren anschliessendRichtung Österreich und Großglockner.
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