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 | Watzmann 2713 m |
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Watzmann
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Nach etlichen Bergwanderungen, einem Kletterkurs Mitte/Ende der 90er Jahre und anschließender Praxis im Klettergarten im Steinbruch Schriesheim, wollten Thomas und ich nun endlich einen "RICHTIGEN BERG" besteigen. Wir überlegten unsere "Bergkarriere" in Deutschland zu starten und wählten als unser erstes Ziel den "BERÜCHTIGTEN WATZMANN " aus. Frei nach Wolfgang Ambros berühmten Watzmann Drama: Schicksals-Berg dachten wir: Der Watzmann hat uns gerufen, auffi muass i ,er ist sooo groß und i bin nur a Zwerg !! Wir "verabschiedeten" uns daheim,fuhren Richtung Berchtesgaden und trafen dann am Parkplatz an der Wimbachklamm (620m) ein. Wir packten nochmals unsere damals viel zu schweren Rucksäcke und gingen los, Richtung Watzmannhaus.Wir wanderten durch den herrlichen Bergwald aufwärts. Nachdem sich der Wald allmählich lichtete,kehrten wir auf einestärkende Buttermilch auf der Mitterkaser-Alm (1415m) ein. Bis hierher waren wir "Konditionswunder aus dem Flachland" noch gut drauf:)
Der Aufstieg wurde nun steiler und der Weg begann sich bald in Serpentinen zum Watzmannhaus zu schlängeln. Bei den unendlich vielen Kehren hat man dann immer freien Blick zum Watzmannhaus,welches aber nicht näherzukommen scheint. Minuten kamen uns vor wie Stunden und der Berg begann uns "Gipfelstürmer" zu lehren,was es heisst "Bergsteiger zu sein"!!
Endlich erreichten wir am Abend müde und abgekämpft das Watzmannhaus (1930m) . Wir trugen uns ins Hüttenbuch ein,bekamen unseren Schlafplatz zugewiesen und das Essen schmeckte nach diesem Aufstieg doppelt so gut. In netter Gesellschaft tranken wir noch ein paar ( grosse) Biere und stießen mit zwei ,drei Schnäpsen vom Hüttenwirt auf das Ziel des nächsten Tages an.Wir verbrachten unsere erste unruhige Hüttennacht und träumten in den Schlaf- Phasen vom Gipfel.
Früher Aufbruch am nächsten Tag.Das Gipfelgefühl brachte einen guten Auftrieb und wir erreichten voller Stolz den Hocheck-Gipfel (2651m).Nach einer Unterstandshütte ging es nun mehr oder weniger am Grat entlang und wir erblickten erstmals den Gipfelaufschwung.Frisch motiviert kraxelten wir weiter und erkletterten auch die letzten schwierigeren Stellen des Gipfelgrates.
Überglücklich umarmten wir uns am Gipfelkreuz des Watzmann (2713m) und genossen ,ich bei einer guten Zigarette:) ,den Blick auf die zahlreichen umliegenden Gipfel und den Tiefblick,die Watzmann Ostwand hinab zum Königssee mit der Halbinsel St. Bartholomä und der Kapelle.
Den Grat zurück und zum Hocheck genossen wir nochmals.Auf dem Weg vom Hocheck hinab über die Schulter Richtung Watzmannhaus wurden wir langsam müder und die Biere und Schnäpse vom Vorabend forderten so langsam ihren Tribut.Müde,durstig,fertig vom Abstieg aber überglücklich über unseren ERSTEN ALPENGIPFEL trafen wir in der Hütte ein.Wir nächtigten dort nochmals und stiegen am nächsten Tag zur Wimbachbrücke ab.Zu Hauseangekommen,holte uns irgenwann der Alltag ein,aber die Erinnerung an diese wunderschöneTour, bleibt.....!!
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