Silberberg

Silberberg 955 m

  Bayerischer Wald

Tourdaten:

SCHWIERIGKEIT
T2+
STRECKE ➙
6,5 km
AUFSTIEGSZEIT ➚
1:00 h
ABSTIEGSZEIT ➘
1:30 h
HÖHENMETER ➚
180 Hm
HÖHENMETER ➘
180 Hm

Von der Schönebene auf den Silberberg

Wanderung zum Hausberg von Bodenmais mit Abstecher zur Abbaugrube Gottesgab

Steht man im Tal in Bodenmais, sticht sofort der Silberberg ins Auge. Zwar erreicht der Berg nicht einmal die 1000-Meter-Marke, sein markanter, felsiger Doppelgipfel ist allerdings eine sehr auffällige Erscheinung. Bis 1962 wurden am Silberberg die verschiedensten Mineralien gewonnen. War zu Beginn das Silber wichtigstes Abbauprodukt, rückten später Vitriol und Eisen in den Fokus. Erstmals erwähnt wurde der Bergbau Mitte des 15. Jahrhunderts.

Heute werden im Besucherbergwerk geführte Besichtigungen angeboten. Ausgestattet mit Bergmannskittel und Schutzhelm geht es 600 Meter in den Barbarastollen hinunter. Höhepunkt im Inneren des Berges ist der Große Barbaraverhau, eine bis zu 25 Meter hohe Aushöhlung. Der Silberberg ist mit einem Sessellift erschlossen. Dementsprechend viele Besucher tummeln sich zur Hauptsaison am Hausberg von Bodenmais.

Ohne Aufstiegshilfen erreicht man den Silberberg am schnellsten vom Parkplatz Schönebene, der sich auf der Nordostseite des Berges an der Arberseestraße befindet. Von dort ist es ein knapp 40-minütiger Spaziergang zu den Gipfelfelsen. Vom höchsten Punkt lohnt ein Abstecher zum Gottesgab, einer mittelalterlichen Schürfgrube. Dort gewährt uns ein Holzsteg Einblicke ins Innere der Grube.

Wer nicht den gleichen Weg zur Schönebene zurücklaufen möchte, der kann ausgehend vom Gottesgab den Silberberg umrunden. Nach einem Gegenanstieg wandern wir zuerst hinunter zum Besucherbergwerk und haben dort die Gelegenheit, uns eine Erfrischung zu gönnen. Im Anschluss können wir noch einen Blick in den Stollen Hochort werfen, bevor wir den waldreichen Brandtner Riegel passieren und zu guter Letzt zum Parkplatz zurückkehren.

Karte:

Schwierigkeit der Tour:

Bei der beschriebenen Tour zum Silberberg handelt es sich im Gipfelbereich und am Gottesgab um einen Bergwanderweg (T2+), sonst um einen Wanderweg (T1). Der Zustieg von der Schönebene über die Bergstation des Sessellifts erfolgt auf breiten Forst- und Waldwegen. Das Gipfelkreuz wird über eine kurze, felsige Stufe erklommen. Zum etwas höheren Hauptgipfel gelangt man von seiner Westseite her über eine felsige Rampe. Beide Gipfel verlangen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Vorsicht bei Nässe und an den Abbruchkanten!

Wie komme ich hin?

Mit dem Auto: Über die Autobahn A 92 nach Deggendorf und weiter auf der B 11 nach Teisnach. In Teisnach rechts Richtung Bodenmais und am Westrand von Bodenmais am Kreisverkehr rechts. Nach 1,6 Kilometern links Richtung Arber abbiegen und nach weiteren 1,5 Kilometern in einer Linkskurve rechter Hand am Parkplatz Schönebene das Auto abstellen.

Mit Bahn & Bus: Mit der Waldbahn nach Bodenmais. Von Bodenmais mit der Bus-Linie 6198 Richtung Arber Bergbahn Talstation zur Haltestelle Schönebene (Fahrplan und Buchung). Die Bushaltestelle befindet sich direkt am Ausgangspunkt.

Koordinaten des Startpunkts:
49.06376169, 13.13727736

Blick vom Gipfelkreuz am Silberberg zum zweiten Gipfelfelsen

Route für schnelle Leser:

Am Parkplatz Schönebene (913 m) in südöstlicher Richtung den Weg zum Silberberggipfel und Gottesgab einschlagen. Am ersten Abzweig geradeaus weiter. Nach einer Rechtskurve dem kurvigen Waldweg südwestwärts zum Abzweig Richtung Gottesgab folgen. Weiter geradeaus, an der Bergstation der Sesselbahn vorbei und zu den Gipfelfelsen am Silberberg (955 m).

Von den Felsen kurz auf dem Hinweg zurück und nach dem Gipfelkreuz rechts Richtung Bodenmais (steiler Weg) abbiegen. Auf dem Pfad (kurze Seilsicherung) bergab zu einem Querweg, nach rechts und weiter bergab zu einem zweiten Querweg. Nun scharf links halten und flach nach Osten zum Abzweig Richtung Gottesgab. Hier links und steil hinauf zum Steg über dem Gottesgab (887 m).

Wieder hinunter zum Querweg, nach links und nach einem Linksknick empor zum Bergrücken. Dort geradeaus weiter und nach einer Linkskurve hinab zur Mittelstation und zum Besucherbergwerk (867 m).

Vom Bergwerk und den Einkehrmöglichkeiten nach Süden (Richtung Böhmhof). Vorbei am Bremsberg (vom Bremsberg alternativ empor zum Stollen Hochort) und in den Wald hinein. Dort den Abzweig zum Gottesgab links liegen lassen und rechts bergab. Auch beim zweiten Abzweig rechts halten und bei der dritten Möglichkeit scharf links Richtung Schönebene abbiegen. Auf dem Waldweg nach Osten zu einer Hütte und die Südseite des Brandtner Riegels queren. Nach einem Linksbogen zu einer überhängenden Felswand und in nördlicher Richtung empor zum Aufstiegsweg. Auf diesem weiter zum Parkplatz Schönebene (913 m).

Der Bremsberg nahe des Besucherbergwerks

Ausführliche Wegbeschreibung:

Zum Silberberg und zum Gottesgab: Am Parkplatz Schönebene (913 m) schlagen wir den beschilderten Weg ein zum Silberberggipfel und zum Gottesgab ein. Dieser führt uns in südöstlicher Richtung in den Wald hinein. Kurz darauf wendet sich unser Weg nach rechts und wir gelangen im Anschluss zu einer Weggabelung. An der Gabelung gehen wir geradeaus weiter. Nach einer längeren Geraden vollzieht der bisher moderat ansteigende Weg einen Rechtsknick. In der Folgezeit leitet uns der nun kurvige Waldweg im sanften Auf und Ab südostwärts. Später kommen wir zu einer beschilderten Kreuzung, an der der Weg zum Gottesgab abzweigt. Zu dieser Stelle werden wir nach dem Gottesgab noch einmal zurückkehren. Zuerst möchten wir dem Silberberggipfel unsere Aufwartung machen.

Wir gehen also geradeaus weiter, verlassen den Wald und kommen zur Bergstation des Sessellifts, die wir linkshaltend passieren. Kurz darauf taucht vor uns das Gipfelkreuz des Silberbergs auf. Am Fuße des kreuzgeschmückten Zinkens wenden wir uns nach links und kraxeln über kurze Felsstufen zum Vorgipfel hinauf. Wieder zurück auf der Hochebene zwischen dem Kreuz- und dem Hauptgipfel wenden wir uns nach links. Mit Blick Richtung Bodenmais gehen wir in einem Rechtsbogen zur Westseite der breiten Felsbarriere. Dort orientieren wir uns nach rechts und steigen über eine felsige Rampe zum höchsten Punkt am Silberberg (955 m, +0:40 h = 0:40 h) hinauf. Nach dem Gipfelglück kehren wir wieder zur Hochfläche zurück und passieren den Kreuzgipfel. Gleich nach dem Felszinken biegen wir an der ersten Verzweigung rechts ab (→ Wegweiser „Bodenmais, steiler Weg“).

Ein zu Beginn flacher Pfad führt uns entlang einer Seilsicherung nach Südosten. Dann vollzieht dieser eine Rechtskurve und leitet uns in südwestlicher Richtung steil bergab. An einem ersten Querweg halten wir uns rechts und wandern weiter abwärts zu einem zweiten Querweg. Nun verlassen wir die Route Richtung Bodenmais und wenden uns scharf nach links. Im Anschluss queren wir in östlicher Richtung die Südseite des Silberbergs. Der Weg führt uns an den Fuß eines Hanges, der mit rostrotem Geröll bedeckt ist. Durch ein lichtes Wäldchen gelangen wir schließlich zu einem sandigen Platz. Dort schlagen wir linkshaltend den beschilderten Steig zum Gottesgab ein und steigen steil hinauf zur Schürfgrube. Vom Holzsteg können wir den ehemaligen Tagebau am Gottesgab (887 m, +0:20 h = 1:00 h) überblicken und wir lassen die bunten Farben des Gesteins auf uns wirken.

Zum Besucherbergwerk und zurück zur Schönebene: Vom Gottesgab steigen wir auf dem Hinweg wieder zum Platz mit dem rostroten Sand hinunter. Am „Tennisplatz“ wenden wir uns nach links und spazieren weiter nach Nordosten. Unser Weg vollzieht im Wald einen Linksknick und leitet uns wieder zum Rücken des Silberbergs hinauf. Dort stoßen wir auf die Kreuzung, die wir vom Hinweg her schon kennen. Nun gehen wir aber geradeaus weiter und verlassen den Bergrücken in nordwestlicher Richtung. Nach einem ersten Abstieg wendet sich unser Waldweg nach links und wir gelangen wenig später zur Mittelstation und zum Besucherbergwerk (867 m, +0:20 h = 1:20 h). Mit Herberts Bar und der Bergmannschänke gibt es dort auch zwei Möglichkeiten zu einer Einkehr.

Das Besucherbergwerk verlassen wir in Richtung Süden (→ Wegweiser „Böhmhof“) und gelangen im Anschluss zum Bremsberg. Entweder über die Stufen am Bremsberg oder scharf links am folgenden Abzweig kann man den Abstecher zum Stollen Hochort unternehmen. Vom Bremsberg geht es weiter Richtung Böhmhof in den Wald hinein. Dort treffen wir auf einen zum Abzweig zum Gottesgab, den wir links liegen lassen. Wir orientieren uns nach rechts und wandern hinab zu einer zweiten Verzweigung. Auch diese ignorieren wir und gehen rechtshaltend weiter Richtung Böhmhof. Kurz darauf stoßen wir auf einen dritten Abzweig. Nun wenden wir uns scharf nach links und schlagen den beschilderten Weg zur Schönebene ein. Auf dem zu Beginn ansteigenden Waldweg wandern wir zu guter Letzt hinunter zu einem Karrenweg.

Wir schwenken linkshaltend in den Karrenweg ein und passieren eine Sitzbank mit einer Infotafel zum ehemaligen Steigerhaus. Über eine Lichtung spazieren wir zu einer Hütte und tauchen im Anschluss wieder in den Bergwald ein. Dort stoßen wir auf ein eingezäuntes Areal, das wir an seiner Südseite passieren. Nach einem Linksbogen und einem Gegenanstieg erreichen wir am südöstlichen Ausläufer des Brandtner Riegels eine markante, überhängende Felswand. Nach den Felsen wandern wir am kurvigen Weg in nördlicher Grundrichtung weiter bergauf und treffen später wieder auf unseren Aufstiegsweg. Nun halten wir uns leicht rechts und folgen der uns bekannten Route zum Parkplatz Schönebene (913 m, +1:10 h = 2:30 h) zurück.

Stützpunkte auf dieser Tour:

Kommentare:

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