Rampoldplatte

Rampoldplatte 1422 m

vom Jenbachtal

  Mangfallgebirge

Tourdaten:

SCHWIERIGKEIT
T2
STRECKE ➙
9,2 km
AUFSTIEGSZEIT ➚
2:00 h
ABSTIEGSZEIT ➘
1:45 h
HÖHENMETER ➚
600 Hm
HÖHENMETER ➘
600 Hm

Aus dem Jenbachtal auf die Rampoldplatte

Wanderung über den Gurglgraben mit Abstieg via Schuhbräualm und Nigglsteig

Die Rampoldplatte im östlichen Teil des Mangfallgebirges ist am schnellsten vom Parkplatz im Oberen Jenbachtal bei Bad Feilnbach zu erreichen. Von dort gibt es zwei direkte Routen, die auf den schönen Aussichtsberg führen. Die beliebtere Variante ist der Anstieg über den Nigglsteig und die Schuhbräualm. Etwas ruhiger geht es auf dem Weg über die Hillstoaner Alm und den Gurglgraben zu. Am schönsten ist es natürlich, beide Wege zu einer Rundtour zu kombinieren.

Wir wählen den beschaulicheren Anstieg über den Gurglgraben und beginnen die Wanderung mit einem Warmlaufen, das uns zum Wiesengelände der Hillstoaner Alm bringt. Am urigen Almgebäude werden zur Weidesaison sogar kleine Brotzeiten und hausgemachte Kuchen serviert. Nach der Alm überqueren wir den Kleinen Jenbach. Durch den schönen Bachgraben mit seinen kleinen Wasserfällen nähern wir uns über den sogenannten Eselsteig der Rampoldplatte. Oben werden wir von einem herrlichen Blick über das Inntal zu den Chiemgauer Alpen und zum Kaisergebirge erwartet.

Auf unserem Abstiegsweg passieren wir mit der Schuhbräualm eine zweite Einkehrmöglichkeit. Kurz nach der Alm können wir mit dem Mitterberg noch einen kleinen Gipfel mitnehmen. Der lohnende Abstecher zur kreuzgeschmückten Erhebung punktet mit einem schönen Blick hinüber zum Wendelstein und zum Breitenstein. Im Anschluss bringt uns der Nigglsteig wieder hinunter zu unserem Ausgangspunkt. Leider ist der Pfad nach Regenperioden im unteren Teil oft matschig. Als Alternative zum Nigglsteig läuft man vom Mitterberg noch ein Stück in Richtung Farrenpoint weiter und schlägt den Abstieg über die Hansenalm ein.

Karte:

Schwierigkeit der Tour:

Bei der Tour aus dem Jenbachtal auf die Rampoldplatte handelt es sich um eine Bergwanderung (T2), die zum Großteil über kleine Pfade und auch über Fahrwege führt. Kurz nach der Hillstoaner Alm muss der Untere Jenbach auf möglicherweise rutschigen Steinen überquert werden. Der Gipfelanstieg zur Rampoldplatte ist kurzzeitig schottrig. Am Nigglsteig kann der untere Teil bei Nässe matschig sein. Für die Wanderung zur Rampoldplatte ist ein Mindestmaß an Trittsicherheit notwendig.

Wie komme ich hin?

Mit dem Auto: Autobahn München - Salzburg, Ausfahrt Bad Aibling. Nach der Abfahrt rechts Richtung Bad Feilnbach halten. Am folgenden Kreisverkehr geradeaus weiter und bis nach Bad Feilnbach fahren. Gleich nach dem Hotel Bayerisch Meran rechts und nach der Jenbachbrücke sofort wieder links abbiegen. Der Wendelsteinstraße zur Schranke der Mautstraße folgen. Über die Bergstraße zum Parkplatz im Oberen Jenbachtal hinauf fahren (Parkgebühr 8 Euro für ein Tagesticket, Stand 2023). Achtung! Eine Zufahrt ist nur von Mai bis Oktober möglich!

Mit der Bahn: Der Parkplatz im Oberen Jenbachtal ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar. Vom Parkplatz Unteres Jenbachtal (Anreise mit Bahn & Bus siehe Farrenpoint) dauert der Zustieg über den Jenbachsteig zum oberen Parkplatz 1 ½ Stunden. Alternativ bietet sich der Anstieg vom Bahnhof Brannenburg zur Rampoldplatte an.

Koordinaten des Startpunkts:
47.73820139, 12.01720834

Kühe an der Hillstoaner Alm

Route für schnelle Leser:

Vom Parkplatz Oberes Jenbachtal (840 m) empor zu einer Weggabelung und links Richtung Farrenpoint und Rampoldplatte. Hinab zum Jenbach und an der beschilderten Verzweigung nach der Brücke rechts halten. Den Abzweig zum Nigglsteig links liegen lassen und weiter zur Hillstoaner Alm (917 m). An der Alm links, zuerst am Waldrand entlang und dann hinab zum Kleinen Jenbach. Diesen überqueren und im Wald weiter zu einer Lichtung. Dort leicht linkshaltend wieder in den Wald hinein und oberhalb des Kleinen Jenbachs aufwärts. Nach zwei Bachgräben hinauf zu einem Forstweg. Diesem nach links folgen zu einem nächsten beschilderten Abzweig. Nun rechts in einen Steig einbiegen und empor zum Nordwestgrat der Rampoldplatte. Diesem bergauf zu einem felsigen Aufschwung folgen und nach links ausweichen. Über einen Karrenweg zu einer Tränke und zum Weg, der von der Schuhbräualm herauf führt. Nun nach rechts und über den Pfad hinauf zum Gipfel der Rampoldplatte (1422 m).

Über den Hinweg hinab zur Verzweigung und rechts Richtung Schuhbräualm halten. Direkt vor der Rampoldalm links abbiegen und abwärts Richtung Schuhbräualm. Kurz oberhalb der Schuhbräualm an Weggabelung rechts und hinab zu einem Fahrweg. Nach links, an der Schuhbräualm (1157 m) vorbei und über den Fahrweg zum Fuß des Mitterbergs. Den breiten Weg rechtshaltend verlassen und über den Wiesenpfad empor zum Mitterberg (1214 m). Am Gipfelkreuz leicht links halten und in westlicher Richtung über den Wiesenkamm hinab zum Fahrweg. Nach rechts und weiter zum einem Wegweiser. Nun links Richtung Jenbachtal Parkplatz abbiegen und über den Nigglsteig in vielen Kehren hinab zum Aufstiegsweg. Rechts halten und über den Hinweg zurück zum Parkplatz Oberes Jenbachtal (840 m).

Blick über die Rampoldalm aufs Inntal

Ausführliche Wegbeschreibung:

Aufstieg: Vom Parkplatz Oberes Jenbachtal (840 m) gehen wir über den Fahrweg hinauf zum Waldrand und treffen dort auf eine Weggabelung. Wir schlagen den linken (unteren) Weg ein, der uns leicht bergab zum Jenbach bringt. Gleich nach der Brücke gelangen wir zu einem beschilderten Abzweig und wenden uns schräg nach rechts (→ Wegweiser „Hochsalwand, Rampoldplatte“). In südöstlicher Richtung leitet uns der breite Weg durch lichten Wald zu einem Gatter. Nach dem Gatter betreten wir freies Wiesengelände, überqueren einen kleinen Bachlauf und kommen zu einem Abzweig. Hier lassen wir den Nigglsteig links liegen und gehen geradeaus weiter (→ Wegweiser „Rampoldplatte über Gurglgraben, Hillstoaner Alm“).

Nach einem Waldstück ziehen sich die Bäume wieder zurück und wir betreten ein weitläufiges Almgelände. Kurz darauf erreichen wir über den breiten Fahrweg die Hillstoaner Alm (917 m, +0:25 h = 0:25 h). Direkt am Almgebäude wenden wir uns nach links und folgen dem Pfad unweit des Waldrandes nach Südwesten. Später bringt uns der Pfad in den Wald hinein und wir wandern hinunter zum Kleinen Jenbach. Vor dem Bachlauf überqueren wir an einem Übertritt den Weidezaun. Im Anschluss suchen wir uns auf den glitschigen Steinen den einfachsten Weg über den Jenbach und steigen auf der gegenüberliegenden Seite steiler bergan. Nach einem Linksknick lehnt sich das Gelände wieder zurück und wir folgen einem wurzeligen Waldpfad südwestwärts.

Nach einem großzügigen Linksbogen bringt uns der Pfad zu einer Lichtung, auf der wir auf einen Querweg stoßen. Wir halten uns leicht links und folgen dem sogenannten Eselsteig in den Bergwald hinein. Linker Hand begleitet uns in einem Graben der Kleine Jenbach. Tief unter uns sucht er sich seinen Weg über Gumpen und kleine Wasserfälle. Nach einer längeren Geraden vollzieht unser Weg zwei Kehren. Bald nach den Serpentinen ignorieren wir einen unbeschilderten Abzweig und gehen weiter geradeaus. In einem ausgedehnten Rechtsbogen gelangen wir zu einem Bachgraben, den wir überqueren. Wenig später bringt uns der Eselsteig zu einem nächsten Bachlauf. Kurz nach dem zweiten Graben vollzieht unser Pfad einen Rechtsknick und wir wandern durch lichten Bergwald zu einem Forstweg empor.

Nun biegen wir links in den Forstweg ein und folgen diesem nach Nordwesten. Nicht einmal zwei Minuten später treffen wir auf einen beschilderten Abzweig und verlassen den breiten Fahrweg rechtshaltend (→ Wegweiser „Rampoldplatte, Hochsalwand“). Ein kleiner und holpriger Pfad leitet uns steil über den bewaldeten Berghang zu einem Weidezaun hinauf. Wir zwängen uns durch den Durchlass und steigen dann auf einem steinigen Pfad durch lichten Nadelwald zum Kamm auf. Am Nordwestgrat angelangt wenden wir uns nach rechts und folgen dem Kammverlauf zu einem Grataufschwung. Vor einem Felsblock mit einem Wegweiser weichen wir nach links aus und schlagen einen Karrenweg ein, der uns nordostwärs leitet. Nach einem kurzen steilen Anstieg erreichen wir eine Hochfläche mit einer Tränke und einer Verzweigung.

Hier stoßen wir auf den Weg, der von der Schuhbräualm über die Rampoldalm herauf führt. Wir wenden uns nach rechts und folgen dem Pfad in südlicher Richtung aufwärts. Nach einem sanften Linksbogen steuern wir direkt auf den Gipfelaufbau zu. An seinem Fuß wechseln wir auf die rechte Seite des Kammverlaufs und queren einen Wiesenhang auf einem schottrigen und felsigen Steig. Nach dem Quergang rückt das Gipfelkreuz ins Blickfeld und wir gelangen kurz unterhalb des höchsten Punktes zum Abzweig Richtung Hochsalwand. Wir halten uns links und steigen zu guter Letzt zum Holzkreuz der Rampoldplatte (1422 m, +1:35 h = 2:00 h) hinauf.

Abstieg: Über den Hinweg verlassen wir den Gipfel der Rampoldplatte und kehren zurück zum beschilderten Abzweig. Nun wenden wir uns nach rechts und halten auf die Rampoldalm zu. Direkt vor dem Almgebäude biegen wir links ab und wandern in nördlicher Richtung bergab. Mit Blick auf die Schuhbräualm gehen wir hinunter zu einem Drehkreuz. Wir passieren den Weidezaun und gelangen ein Stück oberhalb der Schuhbärualm zu einer Weggabelung. Nun wenden wir uns nach rechts und steigen zu einem Fahrweg hinunter. Dort orientieren wir uns nach links und erreichen nach wenigen Schritten die Schuhbräualm (1157 m, +0:30 h = 2:30 h).

Wir spazieren links am Almgebäude vorbei und folgen dem Fahrweg in einem sanften Gegenanstieg aufwärts. Nach einer Linkskurve kommen wir zum Fuß des Mitterbergs. Für den ungemein lohnenden Abstecher verlassen wir den Fahrweg rechtshaltend und schlagen den deutlichen Wiesenpfad ein, der uns in nordwestlicher Richtung hinauf zum grasigen Kammverlauf bringt. Wir bleiben nun am Wiesenrücken und folgen diesem zum Holzkreuz des Mitterbergs (1214 m, +0:15 h = 2:45 h) hinauf. Für den Abstieg wenden wir uns am Kreuz schräg nach links und folgen dem Graskamm in westlicher Richtung bergab. In einer Kurve stoßen wir wieder auf den Fahrweg und biegen scharf rechts in diesen ein. Nach einem großzügigen Linksbogen treffen wir auf der Nordwestseite des Mitterbergs auf einen beschilderten Abzweig.

Für den Abstieg über den Nigglsteig wenden wir uns hier nach links und wandern in südwestlicher Richtung hinunter zu einem Waldstück. Nach einer Linkskurve lassen wir den Abzweig zur Antretteralm links liegen und bleiben am rechten (unteren) Pfad. Der zu Beginn gestufte Nigglsteig leitet uns in der Folgezeit in vielen Kehren durch den Bergwald abwärts. Später treffen wir auf ein Drehkreuz und betreten im Anschluss eine Almwiese. Über einen finalen Wiesenhang steigen wir zu guter Letzt hinunter zu unserem Aufstiegsweg. Wir biegen rechts in den Fahrweg ein und kehren über die uns bekannte Route zurück zum Parkplatz Oberes Jenbachtal (840 m, +1:00 h = 3:45 h).

Als Alternative zum Nigglsteig gelangt man vom Mitterberg auch über die Hansenalm und Walchalm zurück zum Parkplatz. Dazu geht man nach dem Mitterberg am beschilderten Abzweig geradeaus weiter Richtung Farrenpoint. Am Sattel zwischen Mitterberg und Farrenpoint biegen wir links ab zur Walchalm und gelangen über einen schottrigen Karrenweg zur Hansenalm. Direkt vor der Hansenalm (1052 m) biegen wir in einen Pfad ein, der uns an einer Kapelle vorbei zu einem Karrenweg bringt. Nun wenden wir uns nach rechts und folgen dem breiten Weg über die Sonnenholzhütte bergab. Kurz vor der Brücke, die über den Jenbach leitet, treffen wir wieder auf den Aufstiegsweg.

Stützpunkte auf dieser Tour:

  • Hillstoaner Alm - 917 m. Zur Weidesaison gibt es almtypische Verpflegung wie Brotzeiten, Kuchen und Getränke.
  • Schuhbräualm - 1157 m, Tel. +49 (0)8034/2391. Geöffnet von Mai bis Oktober von Mittwoch bis Sonntag, Montag und Dienstag Ruhetag. Bei schlechtem Wetter können die Öffnungszeiten abweichen.

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